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Schriftsteller, die gehen - Ich ist ein Wanderer

Sonntag, 28. Februar 2021

Peter Handke beim Spaziergang auf der Insel Lido, Venedig 1982. (imago images / Andrea Merola)Das Gehen dient ihnen als Schmiermittel des Denkens oder auch als Schleichpfad zur Selbstfindung. Ob Tomas Espedal, Peter Handke, Virginia Woolf oder Samuel Beckett – sie alle berichten, dass die Bewegung zu Fuß entscheidend ist für ihr Schreiben.

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Der Erzähler Uwe Johnson in seinen Briefen - „Mit herzlichen Grüßen, euer Ossian“

Sonntag, 21. Februar 2021

Schriftsteller Uwe Johnson mit Hornbrille und einer Pfeife im Mund bei einer Lesung, ca. Mitte der 70er-Jahre. (picture alliance / Keystone / Röhnert)Uwe Johnson, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhundert, war auch ein begnadeter Briefeschreiber. Er schrieb sie als Literatur, mit verweisungsreicher Sprache und wiederkehrenden Motiven. Noch am Tag seines Todes war er auf der Post.

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Literarischer Kanon - Weltkulturerbe oder leeres Versprechen?

Sonntag, 14. Februar 2021

Alte Bücher stehen in der Auslage eines Antiquariats. (picture alliance / imageBROKER / Hartmut Schmidt)Seit Goethe den Begriff "Weltliteratur" einführte, muss man immer wieder neu überlegen: Wer gehört zum Club, wer darf nicht rein, wer fliegt raus? Welche Bücher werden kanonisch? Und warum?

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Dichter erzählen vom Krieg - Über das Unbegreifliche sprechen

Sonntag, 7. Februar 2021

Überbleibsel einer Gasmaske und andere verrostete Metallteile aus dem Zweiten Weltkrieg liegen auf dem Boden. (Picture Alliance / dpa / Sputnik / Said Tsarnaev)Krieg und daraus folgende Traumata wurden oft literarisch verarbeitet. Wie man dem Grauen literarisch beizukommen versucht, zeigen Beispiele von Erich Maria Remarque, Hans Erich Nossack, W.G. Sebald, Ludwig Renn und Arkadi Babtschenko.

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Lateinamerikas neue Autorinnengeneration - Fiktionen ohne Hoffnung

Sonntag, 31. Januar 2021

Porträt der argentinischen Schriftstellerin Samanta Schweblin. (picture alliance/Gattoni/Leemage)Der Machismo war lange das zentrale Problem von Autorinnen in Lateinamerika. Glaubt man den Büchern der vielen erfolgreichen Schriftstellerinnen, sind es heute die verheerenden gesellschaftlichen Zustände. Ob es sie ohne Machismo gäbe?

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Ansteckung - Seuchen in der Literatur

Sonntag, 24. Januar 2021

Historische Zeichnung eines Pestarztes aus dem 17. Jahrhundert. (Getty Images / DEA Picture Library / De AgostiniEditorial)Seuchen überfordern den Verstand. Je tödlicher die Epidemie verläuft, desto verzweifelter der Versuch, ihr die Stirn zu bieten. Dann wird sie zur Prüfung, zum Strafgericht oder Selbstverrat - oder zur Erfindung, die zu leugnen ist.

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Patricia Highsmith zum 100. Geburtstag - Requiem für eine Katze

Sonntag, 17. Januar 2021

Porträt von Patricia Highsmith. (Imago / Leemage / Sophie Bassouls)Die Messe gesungen, der Sarg beigesetzt, alle Cocktails geleert. Das Haus der Toten liegt – nein, nicht stumm. Das Radio in der Küche läuft. Und Charlotte, die Katze, erinnert sich an Patricia Highsmith, Tom Ripley und große wie kleine Verbrechen.

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Nocturnes - Die schlaflosen Nächte der Schriftsteller

Sonntag, 10. Januar 2021

Friedrich in der Siegesnacht von Torgau auf den Altarstufen der Dorfkirche von Elsnig Depeschen und Befehle schreibend, Farbdruck nach Carl Röchling  (picture alliance / akg-images)Nicht wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen sind nachts wach. Manche können nicht schlafen, weil es in ihnen weiterschreibt; andere wollen nicht schlafen, um zu schreiben. Im Dunkel ist das Schreiben anders. Wenn man denn schreiben kann.

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Zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt - Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter

Sonntag, 3. Januar 2021

Der schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt in den USA, ca. 1980. (Getty Images / Gamma-Rapho / Monique Jacot)Zwei Werkausgaben zu Lebzeiten, dazu ein zeichnerisches Werk – Friedrich Dürrenmatt gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Theaterautoren der 1950er- und 1960er-Jahre. Nur seine späten Texte und Zeichnungen fristen bislang ein Schattendasein.

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Artenkatalog einer beredten Kulturtechnik - Still, das Schweigen spricht!

Freitag, 1. Januar 2021

Ein Junge hält sich einen Finger vor den geschlossenen Mund.  (picture alliance / Karl-Josef Hildebrand)Schweigen ist wie schlafen: Jeder tut es, überall, irgendwie. Aber während der Schlaf seit Langem systematisch erforscht wird, ist es um das Schweigen sonderbar still. Viel weiß man nicht von dieser grundlegenden Kommunikationsform. Bis jetzt.

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Dramatiker Heiner Müller - „Der Terror, von dem ich schreibe, kommt aus Deutschland“

Sonntag, 27. Dezember 2020

Heiner Müller von schräg hinten Zigarre rauchend während einer Pressekonferenz. (Imago / Rolf Zöllner)Vor 25 Jahren starb Heiner Müller. Seine traumatischen Erfahrungen im Nationalsozialismus brachten ihn dazu, sich für die DDR zu engagieren. Doch „die Erweiterung des Möglichen“ durch Vergessenes und Tote verstand man als Bedrohung.

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Matthias Brandt und Jens Thomas - Die fixe Idee, wahnsinnig zu werden

Samstag, 26. Dezember 2020

Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas (Mathias Bothor)In der Wort-Musik-Collage "Krankenakte Robert Schumann" erkunden der Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas die seelischen Abgründe des berühmten Komponisten.

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Literatur und Wissenschaft - Vom Leben der Häuser

Freitag, 25. Dezember 2020

Die Villa Riehl in der Spitzweggasse in Potsdam-Babelsberg wurde 1907 von dem Architekten Ludwig Mies erbaut, der sich später Mies van der Rohe nannte. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)Können Häuser ein Eigenleben entwickeln, womöglich dem Leben seiner Bewohner schaden? In dem neuen Roman "Das Gartenzimmer“ von Andreas Schäfer geht es um eine 1909 gebaute Villa, um den Architekten, die Bewohner und um ein dunkles Geheimnis.

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Lyrik lesen - Wilde Gedichte

Sonntag, 13. Dezember 2020

Ein ausgestreckter Arm mit einem Kranz aus wildblühenden Pflanzen um das Handgelenk vor einer Sommerwiese. (unsplash / Victoria Strukovskaya)Lyrik beglückt oder verstört, seit Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Worte fassen. Drei Kritiker und eine Moderatorin diskutieren über neue Lyrikbände - und ob sie Google konsultieren mussten oder sich dem "wilden Ritt" einfach überlassen haben.

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Liebeserklärung an die literarische Figur - Der Zauber der Fiktion

Sonntag, 6. Dezember 2020

Flavio Bucci als Settembrini und Charles Aznavour als Jesuit Naphta. (picture alliance / United Archives | United Archives / kpa)Odysseus, Macbeth, Emma Bovary, Harry Potter – manche fiktiven Figuren scheinen lebendiger als real existierende Menschen, obwohl sie nur aus 26 Buchstaben gezeugt worden sind. Sie leben sogar nach ihrem Tod weiter. Erdachte Figuren sind ein Wunder.

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Wälzer, Schwarten, Ziegelsteine und Co. - Die Liebe zum dicken Buch

Sonntag, 29. November 2020

Renate Herre, Geschäftsführerin des Carlsen-Verlages, hält die Neuausgaben aller sieben Harry Potter Bände in den Händen. (2018)  (dpa / Daniel Reinhardt)Wälzer, Ziegelstein, Schwarte, Mammut – dicke Bücher sind eine Klasse für sich. Gewichtig melden sie umfassende Ansprüche an: zeitliche, kulturelle, obsessive etc. Eine gewisse Unhandlichkeit ist Teil ihres Charmes: Sie sind Body- und Mindbuilding in einem.

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Eddie S. Glaude Jr.: "Begin Again" - Neu anfangen mit James Baldwin

Sonntag, 22. November 2020

Porträt des amerikanischen Autors und Dramatikers James Baldwin (1924 - 1987), der im April 1964 im ANTA Playhouse in New York, hinter der Bühne sitzt. (Getty Images /  Villon Films / Robert Elfstrom)Kaum einer hat den tiefverwurzelten Rassismus in den USA schonungsloser beschrieben als der Autor James Baldwin. Princeton-Professor Eddie S. Glaude Jr. hat nun eine beachtliche Studie über ihn geschrieben. So habe Baldwin sogar Trump vorausgeahnt.

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28. Open Mike 2020 - Kollekte für den literarischen Nachwuchs

Sonntag, 15. November 2020

Ein Mikrofon vor einem Vorhang (picture alliance/dpa-Zentralbild/Britta Pedersen)Der Open Mike, die wichtigste Bühne für den literarischen Nachwuchs, fand erstmals im Netz statt. Die Wettbewerbslesungen wurden gestreamt, die Party fiel aus, die Aufregung nicht. Zwei Tage im November mit Maske und zeitverzögertem Jubel.

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Vögel in der Literatur - Wo du mich küsst, weiß nur die Amsel

Sonntag, 8. November 2020

Illustration von fliegenden Vögeln. (unsplash / birmingham museums trust)Wer nicht wie sie zu fliegen vermag, muss eben vom Flug erzählen. Wer nicht wie sie zu singen vermag, kann doch den Gesang besingen. Und wer keine Federn hat, darf zu fremden Kielen greifen, zu ihren nämlich. Prosa und Poesie haben eine besondere Beziehung zu Vögeln.

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Das Erdbeben von Lissabon in literarischen Texten - Der unterirdische Wagen der Zerstörung und des Glücks

Sonntag, 1. November 2020

Der Turm von Belem in Lissabon (picture alliance / united archives)Am 1. November 1755 bebte in Lissabon die Erde. Die damals viertgrößte Stadt Europas wurde zum Ruinenfeld. Ein Tsunami zerstörte die Unterstadt und tötete zehntausende Menschen. Erschüttert wurden alle Sicherheiten, Überzeugungen - und der Glaube.

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Gustave Flauberts Ringen um den wahren Roman - Ein Teufelszeug, diese Prosa!

Sonntag, 25. Oktober 2020

Porträt des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert (1821 - 1880).  (imago/imagebroker)Gustave Flaubert hätte heute viele Follower. Seine Wutausbrüche über die menschliche Dummheit in Briefen sind legendär und in ihrer Unflätigkeit unerreicht. Der Roman "Madame Bovary" aber musste unpersönlich erzählt werden. Was für eine Qual.

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Erfolgsmodell Literaturinstitut - Zwischen Handwerk und Genie

Sonntag, 18. Oktober 2020

Illustration von einem Mann, der an beiden Seiten seines Gesichts zwei Bücher lächelnd gegen sich drückt.   (imago stock&people/ Simon Ducroquet )Inspiration ist schön, macht aber viel Arbeit, hätte Karl Valentin das Studium an Schreibschulen zusammengefasst. An vielen Orten kann heute literarisches Schreiben erlernt werden, und die Kritik an der vermeintlichen „Institutsprosa“ ist fast verstummt.

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Neue Nazis in der Literatur - Wer von der Gegenwart erzählt, kommt an den Rechten nicht vorbei

Sonntag, 11. Oktober 2020

Eine Person hockt unter einer Lampe und liest ein Buch. (imago images/Westend61)Warum hat die Neue Rechte so viel Erfolg? Diese Frage beschäftigt auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Jenseits aktueller Aufregungen suchen sie in ihren Büchern nach neuen Perspektiven und komplexen Innenansichten.

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Texte von Sinti und Roma - Aufbruch aus dem Verborgenen

Sonntag, 4. Oktober 2020

Historische Fotografie der polnischen Roma-Lyrikerin Bronisława Wajs, bekannt als Papusza, auf einer Bühne.  (picture alliance / PAP / Zbigniew Staszyszyn )Literatur über "Zigeuner" gibt es zuhauf, viel mehr als über Sinti und Roma. Literatur von der größten ethnischen Minderheit Europas aber gibt es kaum. Erst seit dem Holocaust nimmt die Zahl ihrer Texte zu. Sinti und Roma schreiben zurück.

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Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute - Transit Marseille

Sonntag, 27. September 2020

Schwarzweißporträt der Schriftstellerin Anna Seghers, die freundlich lacht. (picture-alliance / dpa / ADN_zentralbild)Marseille ist eine Stadt der Passage. 1940 flohen Menschen vor Hitler hierher, um Europa zu verlassen. Davon erzählt Anna Seghers' "Transit". Heute leben andere Flüchtlinge in Marseille. Wieder sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen.

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