Donnerstag, 23. Mai 2019
   

In unseren Medientipps stellen Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek Wilhelmshaven ihre persönlichen Medien-Favoriten vor.

Alle Medientipps, also Bücher, CDs, DVDs, E-Books und andere Medien, können Sie in der Stadtbibliothek ausleihen, bzw. zu Hause über das Internet downloaden.

Klicken Sie auf die Überschrift des Medientipps, um direkt in die Titelanzeige unseres Online-Katalogs zu wechseln. Hier können Sie sehen, ob der Titel entleihbar ist oder vorbestellt werden kann.

Durch Anklicken von Links im Text des Medientipps können Sie weitere Informationen zum Titel, wie zum Beispiel eine Biografie des Autors, eine Audiodatei oder ein Video, aufrufen.

 

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Medientipp Mai 2019

Gundermann
Spielfilm (DVD)

Gerhard Gundermann war in den 1980er- und 1990er Jahren ein in der DDR sehr bekannter Liedermacher und Rockmusiker. Seine Lieder, die oft vom Alltag der Menschen in der DDR handelten,  bezogen ihre Authentizität nicht zuletzt aus der Tatsache, dass Gundermann trotz seiner Erfolge als Musiker weiterhin als Baggerführer im Lausitzer Braunkohlerevier arbeitete.

Gundermanns Verhältnis zur DDR und ihrer politischen Führung war gespalten. Zwar ließ er sich Mitte der 1970er Jahre als inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi anwerben, andererseits wurde er in den 1980er Jahren aus der SED und wenig später wegen „prinzipieller Eigenwilligkeit“ auch von der Mitarbeit bei der Stasi ausgeschlossen.

Nach der Wiedervereinigung widmete sich Gundermann in seinen Liedern Umweltthemen, schrieb Texte für die Rockband „Silly“ und nahm eigene Platten auf. Gerhard Gundermann starb 1998 mit nur 43 Jahren an einem Schlaganfall.

Der Spielfilm „Gundermann“ des Regisseurs Andreas Dresen wurde bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Filmpreises mit insgesamt 6 „Lolas“ ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, und „Bester Hauptdarsteller“. Als Hauptdarsteller glänzt Alexander Scheer in seiner Rolle als Gundermann, der allein schon durch Aussehen und Gestik dem „Original“ sehr nah kommt. Der Film überzeugt durch die Darstellung der Widersprüchlichkeit der Person Gundermanns, aber auch durch die Schilderung des Alltags und der Lebensumstände der Menschen eines sich in Umbruch und Niedergang befindlichen Staates.

Neben der DVD „Gundermann“ können Sie in der Stadtbibliothek auch das Buch zum Film, sowie CDs mit der Musik von Gerhard Gundermann ausleihen. Für eine Anzeige der Titel klicken Sie bitte HIER. Auf unserem Musik-Streamingdienst "Freegal" finden Sie ebenfalls Songs von Gerhard Gundermann. Bitte klicken Sie HIER.

Gerhard Kühn

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Medientipp März 2019

Midnight Sun – Alles für dich
DVD

Katie leidet seit ihrer Geburt an der Stoffwechselstörung XP. Eine Krankheit, die sich durch schmerzhafte (Sonnen-)Lichtempfindlichkeit äußert. Jeder Kontakt mit Tageslicht birgt eine tödliche Gefahr für sie. Unterstützung im Alltag bekommt Katie von ihrem Vater und ihrer besten Freundin Morgan. Ihre Mutter starb bereits als Katie noch klein war. Doch Katies Vater tut alles, um seiner Tochter ein möglichst normales Leben zu bieten. Allerdings ist dies mit vielen Einschränkungen verbunden. Die Fenster des Hauses sind zum Beispiel alle mit einem Spezialglas versehen, das jegliches Sonnenlicht aussperrt. Durch eben dieses Fenster ihres Zimmers beobachtet Katie seit Jahren ihren Schwarm Charlie, der auf dem Weg zur Schule immer an ihrem Haus vorbeikommt. Dieser weiß allerdings nicht, dass er beobachtet wird und auch nichts von Katies Existenz, geschweige denn von ihrer Krankheit. So ist der Tagesablauf von Katie, die ihrer Schulpflicht mit ihrem Vater als Lehrer nachkommt, ein anderer als bei ihren Mitschülern. Die Schülerin schläft tagsüber und macht die Nacht zum Tag. Musik ist ihre größte Leidenschaft. Mit großer Hingabe spielt Katie Gitarre und singt ihre eigenen Songs dazu. Abends spielt sie als Straßenmusikerin in ihrem Ort. Zufällig sieht Charlie einen ihrer Auftritte und verliebt sich blitzartig in sie. Die beiden genießen ihre Liebe und Katie blüht in Charlies Gegenwart, der alles für sie tut, richtig auf und trotzt ihrem Schicksal. Irgendwann ist es allerdings unausweichlich Charlie mit der Wahrheit zu konfrontieren…

„Midnight Sun“ ist ein Filmhighlight des letzten Jahres. Er trifft einen relativ unvorbereitet und geht tiefer, als man es erwarten würde. Sicher ist er an Originalität zu überbieten aber nicht zuletzt die beiden tollen Hauptdarsteller machen den Film absolut sehenswert, auch mehrfach. ;)

Nadin Schäfer

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Medientipp Januar 2019

Strout, Elizabeth

Alles ist möglich. Erzählungen.

Luchterhand, 2018. 256 Seiten.

 

Unsentimentale, empathische Beschreibung der verwehten Träume, Niederlagen, Kämpfe und kleinen Triumphe einzelner Bewohner einer Provinzstadt in Illinois. Die neun Geschichten sind kunstvoll ineinander verwoben genau wie die Schicksale der Figuren, denn in einer Kleinstadt kennt man die Bürden des Nachbarn nicht nur, man hat mitunter dazu beigetragen. Wer „Die Unvollkommenheit der Liebe“ gelesen hat, wird sich an Lucy Barton erinnern, die hier nach 17 Jahren zum ersten Mal wieder ihren Heimatort besucht. Sie trifft dort auf ihre Geschwister und muss erkennen, dass man seiner eigenen Erinnerung nicht immer vertrauen kann. Die Themen Liebe, Familie, Armut und Verdrängung sind nicht auf amerikanische Kleinstädte beschränkt, dieses Buch hat einen Nachbrenner und ist wie die anderen Titel der Autorin absolut zu empfehlen.

 

Für ihren Roman „Blick aufs Meer“ erhielt Elizabeth Strout (Jg. 1956) 2009 den Pulitzer-Preis, er wurde 2014 mit der fantastischen Frances McDormand in der Hauptrolle als Mini-Serie unter dem Titel „Olive Kitteridge“ verfilmt. Die DVD mit der Mini-Serie ist ebenfalls in der Stadtbibliothek vorhanden.

 

Links zu unserem Online-Katalog:

Weitere Titel von Elizabeth Strout

Mini-Serie „Olive Kitteridge“ auf DVD

Simone Ostendorf

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Medientipp November 2018

Connie Palmen :
Die Sünde der Frau
.
Roman.

Connie Palmen widmet sich in dem schmalen Bändchen den Biografien vier außergewöhnlicher Frauen, nämlich Marilyn Monroe, Marguerite Duras, Jane Bowles und Patricia Highsmith, die sich nicht an die zu ihrer Zeit gültigen Vorstellungen von Moral und Anstand hielten und deren Leben auf tragische Weise endeten.

Palmens Augenmerk liegt bei der Betrachtung der Biografien dieser originellen Frauen auf der Selbstzerstörung, die sie auf ihrem Lebensweg begleitet und schließlich in den Tod führt – einer Selbstzerstörung, die von den Ikonen aus Selbstzweifeln und Selbsthass, ja sogar aus Ekel vor sich selbst und als Bestrafung (ihrer „Sünden“ wie Bowles es für sich benennt, denn "Originell zu sein, ist eine Sünde") gesucht und herbeigeführt wird.

Als eine starke Parallele im Leben der vier Frauen fällt die fehlende Vaterfigur auf und auch die Mutter ist nicht wirklich anwesend. Das Bestreben, sich von der schwierigen Kindheit und Herkunft zu trennen, findet seinen formalen Ausdruck darin, dass alle vier früh ihren richtigen Namen ablegen. Eine weitere große Gemeinsamkeit stellt ihre Arbeit mit der Fiktion dar: Bei den drei Schriftstellerinnen ist es der oft quälerische, schmerzvolle Prozess des Schreibens, der aber immerhin die Macht besitzt, das reale Leben zu verdrängen, denn die Wirklichkeit ist unerträglich bzw. im Falle Norma Jean Bakers ist es das Verschmelzen und Verschwinden in der fiktiven Figur Marilyn Monroe. Neben der Fiktion helfen ihnen auch Alkohol und Drogen, der Realität zu entfliehen und den Prozess der Selbstzerstörung fortzusetzen.

Auf sensible Art gelingt es Connie Palmen, klare Psychogramme dieser eigenwilligen Frauen zu zeichnen.

Connie Palmen wurde 1955 in Sint Odiliënberg (Niederlande) geboren. Sie studierte in Amsterdam Philosophie und Niederländische Literatur. 1991 erschien ihr erster Roman. Palmen erhielt für ihre Werke mehrere renommierte Literaturpreise.

Andrea Felsch

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Medientipp September 2018

Weißensee. Staffel 1-4 (TV-Serie)
DVD, Erscheinungsjahr: 2010-2018
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Friedemann Fromm
Darsteller: Florian Lukas, Hannah Herzsprung, Uwe Kockisch, Katrin Sass, Ruth Reinecke, Jörg Hartmann, Anna Loos, etc.

„Weißensee“ beginnt in den 1980er Jahren und erzählt die Geschichte von 2 Familien in Ost-Berlin, deren politische Lebenseinstellungen nicht unterschiedlicher sein könnten:
Vater Hans Kupfer und Sohn Falk arbeiten im Ministerium für Staatssicherheit (MfS), der jüngere Sohn Martin Kupfer für die Volkspolizei. Dunja Hausmann und ihre Tochter Julia stehen der Staatsmacht kritisch gegenüber.

Bei einer Verkehrskontrolle lernen sich Martin Kupfer und Julia Hausmann kennen und verlieben sich ineinander. Die Liebe der beiden scheint jedoch unmöglich zu sein, denn sie führt in ihren Familien zu großen Schwierigkeiten.

Staffel 1: Die Familien müssen sich den Problemen stellen, die die Liebe zwischen Martin und Julia hervorbringt. Hans Kupfer hatte vor vielen Jahren eine Affäre mit Dunja Hausmann und befürchtet Julias leiblicher Vater zu sein. Er beschützt Dunja seit Jahren vor der Überwachung der MfS. Als die Geschichte der Affäre auffliegt wird ihm der Fall abgezogen und an seinen Sohn Falk übergeben, der sich durch Intrigen Vorteile bei der MfS erhofft.

Staffel 2: 1986. Martin sucht nach Julia, die sechs Jahre zuvor hochschwanger inhaftiert wurde. Ihr Baby hatte sie bei der Geburt verloren. Wieder in Freiheit fällt es ihr schwer, die Liebe zu Martin wieder zuzulassen. Als Julia bei der Arbeit durch Zufall ihre Ärztin Dr. Maiwald, die die Geburt ihres Kindes begleitete, trifft, kommt der Verdacht auf, dass das Kind gar nicht tot ist.

Staffel 3: die Mauer ist gefallen. Martin Kupfer nutzt die Chance, nach seiner verloren geglaubten Tochter im Westen der Stadt zu suchen. Dabei lernt er die westdeutsche Journalistin Katja Wiese kennen und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihr. Sein Bruder Falk Kupfer ist einer jener Offiziere des MfS, die bereit sind, alles dafür zu tun, dass die Macht der SED erhalten bleibt, während sein Vater General Hans Kupfer gegen jede weitere Eskalation ist. Dunja Hausmann und Vera Kupfer wollen auf Seiten der Bürgerrechtsbewegung das Land demokratisch umgestalten.

In der aktuellen 4. Staffel erleben wir im Jahr 1990 die Zeit des Umbruchs. Es finden die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR statt, die Treuhand wird gegründet und die Währungsunion eingeführt. Familie Kupfer stellt sich neu auf und versucht einen Platz im neuen System zu finden.

Ein packendes DDR-Drama, das u.a. mit dem Grimme-Preis und dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Daniela Degner

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Medientipp Juli 2018

Véronique de Bure: Die kleine Welt der Madame Jeanne
Roman.

Madame Jeanne ist alt. 90 Jahre alt. Sie lebt allein in einem alten Haus in der Auvergne. Der Gatte ist schon lange tot, an Donnerstagen hilft ihr Angéle im Haushalt, der Gärtner kommt regelmäßig.

Eines Tages im Frühling beschließt sie, Tagebuch zu schreiben, bis zum letzten Tag des Winters. So begleitet der Leser die alte Dame ein Jahr durch ihr Leben: die kleinen Spaziergänge, die Bridgetreffen mit ihren Freundinnen, bei denen das ein oder andere Gläschen Weißwein getrunken wird. Sie verbringt viel Zeit im Garten, schwelgt beim Gemüseernten in Erinnerungen an schon längst Vergangenes und erfreut sich an ihren Blumen (oder an dem, was die Rehe davon übriggelassen haben...). Zwischendurch fällt die Großfamilie ein, die sie noch ordentlich bekocht. Sie genießt ihr ruhiges Leben und beobachtet bei Nacht den Sternenhimmel.

Doch auf einem schönen Sommer folgen ein langer Herbst und Winter. Das Autofahren fällt schwerer, langsam häufen sich im Bekanntenkreis Krankheiten und Beerdigungen. Madame Jeanne muss immer öfter Abschied nehmen….

Man kann sich leicht vorstellen, mit Jeanne in ihrem schönen Garten zu sitzen, Muskateller zu trinken und nichts zu tun. Man spürt dabei fast die Sonne auf dem Gesicht. Aber man fühlt auch mit ihr, wenn es nicht gut läuft, die Backofenuhr partout nicht funktioniert oder sie sich hoffnungslos verfahren hat. Ein liebevolles Buch über das Älterwerden und Altsein.

„Die kleine Welt der Madame Jeanne“ ist der erste Roman von Véronique de Bure. Sie hat bisher mehrere Sachbücher geschrieben. Véronique de Bure stammt aus Burgund.

Andrea Winterfeld

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Medientipp Mai 2018

Poppy Anderson: Zart verführt (Reihe "Taste of Love", Teil 3)
Roman

Poppy J. Anderson ist das Pseudonym einer deutschen Bestsellerautorin, die unter anderem mit Selbstpublikationen im E-Book-Bereich ein Millionenpublikum erreicht.

 

Der Liebesroman „Zart verführt“ ist der 3. Band der Taste-of-Love-Reihe, die mittlerweile schon aus vier Bänden besteht. Die Handlung der Bücher ist immer in der Bostoner  Gastronomieszene angesiedelt und sie können jeweils unabhängig voneinander gelesen werden. Obwohl die Geschichten immer in sich abgeschlossen sind, begegnet dem Leser der ein oder andere Protagonist aus einem anderen Band der Reihe wieder.

 

Liz, die Hauptperson in „Zart verführt“, ist die Besitzerin einer Patissière, in welcher sie unglaublich köstliche Pralinen, Kuchen, Macarons und andere süße Verführungen in Eigenregie herstellt, und die man sofort ins Herz schließt.

 

Um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und ihren Laden „Chez Liz“ vorzustellen, tritt sie im Frühstücksfernsehen ihrer Heimatstadt auf, was eine folgenschwere Begegnung mit sich bringt. Zur TV-Runde gehören nämlich noch weitere Personen, unter anderem Liz‘ Jugendschwarm Adam Stone, der als ehemaliges Model jetzt stolzer Besitzer eines Fitnessclubs ist. Beide könnten gegensätzlicher nicht sein, weshalb es zu einem recht turbulenten Fernsehauftritt kommt. Liz liebt Schokolade und Adam trainiert für den Ironman…

Nach dem gemeinsamen TV-Talk treffen sich Liz und Adam natürlich wieder, was einer „zufälligen“ Idee ihrer quirligen Schwester Vicky zu verdanken ist.

 

Das Buch ist humorvoll und liebenswert geschrieben. Die Kapitel sind kurz und die  Figuren sehr detailreich und sympathisch ausgearbeitet, was das Lesen zusätzlich sehr kurzweilig macht. Lesegenuss und gute Unterhaltung für alle die auf der Suche nach Frühlingsgefühlen sind.

 

Nadine Schäfer

 

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Medientipp März 2018

Erin Watt: Paper Princess - Die Versuchung

Roman

 

Ella Harper ist ein siebzehnjähriges Mädchen, das sich seit dem Tod der Mutter alleine durch das Leben schlägt. Von ihrem Vater hat sie nur eine Uhr und weiß von ihm nur, dass er Steve heißt - kennen gelernt hat sie ihn aber nie. Um den Lebensunterhalt zu finanzieren, arbeitet Ella nebenbei als Stripteasetänzerin. Ihr Traum ist es, die Schule zu schaffen und dann auf ein College zu gehen. Sie möchte ein besseres Leben führen als ihre Mutter, ein festen Job haben und, anders als ihre Mutter, nicht immer vor gewalttätigen Liebhabern flüchten müssen.

 

Als Ella in der Schule zum Direktor gerufen wird, ahnt sie nichts Schlimmes. Doch ihr Leben verändert sich komplett. Callum Royal sitzt beim Direktor und behauptet, Ellas Vormund zu sein. Wie sich herausstellt ist Steve bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und da Ellas Mutter an Krebs gestorben war, wurde Callum Royal ihr Vormund. Callum Royal nimmt Ella kurzerhand mit in seine Villa. Aus ihrem ärmlichen Dasein wechselt Ella plötzlich in ein luxuriöses Leben. Callum allerdings hat fünf gut aussehende Söhne, die Ella mit Feindseligkeit begegnen, besonders Reed, der bei den Brüdern das Sagen hat. Doch trotz dessen fühlt sich Ella zu ihm hingezogen. Ob aus Hass Liebe entstehen kann und ob sich Ella in der neuen Welt wohl fühlt?

 

Die Autorin Erin Watt hat Ellas Geschichte und ihre Liebe zu Reed in Teil Zwei „Paper Princess – Das Verlangen“ und im dritten Teil „Paper Princess – Die Verführung“ weitergeschrieben.

 

Der Roman liest sich sehr flüssig. Er steigt direkt von Seite eins an, in das Geschehen ein. Ein spannender Liebesroman, mit einer Geschichte die es so noch nie gab. Dieses Buch ist eine Cinderella Geschichte in der heutigen Zeit.

 

Vanessa Black

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Medientipp Januar 2018

Marc Uwe Kling:
Qualityland

Roman

5Marc Uwe Klings satirischer Roman spielt in nicht allzu ferner Zukunft in einem Land, das früher „Deutschland“ hieß. Im politischen Parteienspektrum gibt es, außer rechten Randgruppen, nur noch zwei nennenswerte Parteien. Eine davon, die „Fortschrittspartei“, stellt erstmals einen Androiden als Spitzenkandidaten auf und wirbt mit dem Slogan: „Maschinen können nicht irren“. Überhaupt bestimmen weitestgehend Algorithmen das Leben der Bewohner von QualityLand – so werden geeignete Lebenspartner von der Agentur „QualityPartner“ ausgewählt und der Internetversandhandel „TheShop“ weiß, was seine Kunden wünschen, bevor diese es tun und stellt die Waren ungefragt per Drohne zu („Wir wissen, wo Sie wohnen!“).

Der Protagonist des Romans heißt Peter Arbeitsloser (der Nachname bezieht sich in QualityLand auf den Beruf, den eines der Elternteile zum Zeitpunkt der Zeugung des Kindes ausübte). Dieser Peter Arbeitsloser ist von Beruf Maschinenverschrotter. Eigentlich ein Gewerbe mit Perspektive und Zukunft, ist doch die Reparatur und Instandsetzung von defekten Maschinen in QualityLand nicht mehr erlaubt. Leider hat Peter Arbeitsloser ein Herz für kaputte Androiden, so gewährt er ihnen, statt sie zu verschrotten, in seinem Keller Asyl. Also fristen dort zum Beispiel ehemalige Kampfroboter, Literaturautomaten (die früher einen Bestseller nach dem anderen geschrieben haben) oder ein rosafarbenes Tablet ihr Dasein – alle ausgestattet mit ausreichend künstlicher Intelligenz, um über ein Bewusstsein und eine dezidierte Meinung zur allgemeinen oder politischen Lage in QualityLand zu verfügen.

Der Roman spielt in der Zukunft. Die allerdings in vielen Details unserer Gegenwart auf beängstigende Weise ähnelt. Deshalb gibt es auch das Buch und das Hörbuch in zwei Versionen: die dunkle Ausgabe für alle Diejenigen, die der Meinung sind, dass sowieso alles immer schlimmer wird. Und die hellere Ausgabe für die Unbelehrbaren, die irgendwie noch irgendwo einen Hoffnungsschimmer sehen. Ach ja: das Buch ist sehr, sehr komisch…

 

Marc-Uwe Kling

Marc-Uwe Kling ist „mehrfach abgebrochener Philosophiestudent“ und wurde bekannt als Autor der „Känguru-Chroniken“. In den „Chroniken“ schildert Kling, wie eines Tages ein Känguru an seiner Tür klingelt, um sich Eier auszuborgen, dieses dann bei ihm einzieht und ihn fortan marxistisch-anarchistisch agitiert.

Kängurus kommen in „QualityLand“ nicht vor. Aber dafür ein rosafarbenes Tablet, in das durch unerklärliche technische Umstände der Geist des Kängurus eingefahren ist.

"Qualityland" ist in der Stadtbibliothek als Buch, als Hörbuch und als eBook ausleihbar.
Besonders empfehlenswert ist das vom Autor selbst eingesprochene Hörbuch.

Gerhard Kühn

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Medientipp April 2019

Johan Bargum:
Nachsommer

Roman

Johann Bargum, 1943 in Helsinki geboren, hat mit seinem neuen Titel „Nachsommer“ einen melancholischen und gleichzeitig  humorvollen Familienroman geschrieben, der auf gerade mal  142 Seiten den Leser tief berührt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl.

Zeitlebens steht der ältere Olof im Schatten des  Jüngeren, der – ausgestattet mit körperlicher Überlegenheit, Selbstbewusstsein und Charme - das Lieblingskind der Mutter ist. Carl wird alles erlaubt und verziehen, der Ältere leidet unter dem Gefühl der mangelnden Mutterliebe und dem zurückgesetzt sein. Dann aber wandert Carl mit seiner Frau Klara der Karriere wegen in die USA aus und fällt bei der Mutter in Ungnade.

Viele Jahre später treffen die Brüder im Familienlandhaus in den Schären wieder aufeinander:  gemeinsam stehen sie nun am Sterbebett der Mutter. Auch diesmal nimmt Carl sofort das Heft des Handelns in die Hand und will alles in seinem Sinne regeln.

Es dauert nicht lang, bis die alte Rivalität wieder aufbricht;  Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit treten zutage. Aber auch Carls Frau Klara und die gemeinsamen Söhne sind mit auf die Insel gereist.  Und Olof und Klara verbindet eine ganz eigene Geschichte und eine  Nacht vor vielen Jahren…

Karin Rombusch

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Medientipp Februar 2019

Kelly Oram:
Cinder & Ella
Roman

Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ihre Stiefschwestern können sie gar nicht ausstehen und zeigen ihr dies auch gerne jeden Tag.

Nach etlichen Streits will Ella nur eines: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt.

Kaum schreibt sie ihm, ist alles wieder wie damals vor dem Unfall. Jedoch macht Cinder sich große Sorgen um ihre (gemeinsame) Zukunft, denn er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood und Ella hat keine Ahnung. Doch auch für ihn steht fest: Er hat Gefühle für Ella und er will sie unbedingt kennenlernen und mit ihr zusammen sein.
Doch dann läuft alles aus dem Ruder…

Ein schönes Buch über Leben und Tod, wie man damit umgeht, Wertschätzung und natürlich ganz viel Liebe!

Kelly Oram schrieb mit 15 Jahren ihre erste Kurzgeschichte - Fan Fiction über ihre Lieblingsband, die Backstreet Boys, womit ihre Familie sie heute noch aufzieht. Sie ist süchtig nach Büchern, redet gern und viel und liebt Zuckerguss. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einer Katze am Rande von Phoenix, Arizona.

Sarah Möhlmann

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Medientipp Dezember 2018

Jan Weiler:
Kühn hat Ärger.

Kriminalroman

In Jan Weilers zweiten Roman um den Münchener Hauptkommissar Martin Kühn geht es um einen Mordfall, der den Ermittler in die Welt der Schönen und Reichen in einem Münchener Nobelviertel führt.

Amir Bilal, 17-jähriger Sohn einer Immigrantin, wird ermordet in einer S-Bahnstation gefunden. Amir, als jugendlicher Intensivtäter der Polizei nicht unbekannt, war vor dem Mord Gast auf einer Geburtstagsfeier einer wohlhabenden Familie, die ihn im Rahmen ihrer Tätigkeit für eine wohltätige Gemeinschaft kennengelernt hat. Amir hatte sich in die Tochter des Hauses verliebt, die Familie nahm ihn herzlich auf. Amir schien einen neuen Lebensweg gefunden zu haben, seine schulischen Leistungen verbesserten sich deutlich, er trennte sich von seinem bisherigen sozialen Umfeld. Kühn ermittelt in dem Mordfall und stößt auf eine Welt, unter deren glänzender Oberfläche so manches gärt und fault.

Ähnlich wie in Kühns eigener Welt – nur in weniger metaphorischem Sinn. Sein Eigenheim ist auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik gebaut, der Boden ist verseucht, vom Keller herauf stinkt es. Grundstück und Immobilie, an denen der Kommissar immer noch abzahlt, sind praktisch nichts mehr wert. Aber Kühn hat noch mehr Probleme: eine ärztliche Untersuchung hat eine mögliche ernste Erkrankung zum Ergebnis, eine Affäre mit einer Kollegin, zu der es auf einer dienstlichen Fortbildung kam, belastet seine Ehe. Sein Sohn distanziert sich schon länger von ihm, und auch seine Ehefrau Susanne scheint sich neu zu orientieren. Dazu kommen noch Ränkespiele um einen Posten als leitender Beamter in seiner Dienststelle und ein Erpressungsfall in seiner unmittelbaren Nachbarschaft – kurz: Kühn hat jede Menge Ärger.

Das Buch ist sowohl ein Krimi, als auch ein Gesellschaftsroman, der auf sehr unterhaltende und spannende Weise aktuelle gesellschaftspolitische Situationen und Entwicklungen beleuchtet.

 

Gerhard Kühn

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Medientipp Oktober 2018

Lilo & Stitch
Kinderfilm (DVD)

 

Der Film von den Regisseuren Dean DeBlois und Chris Sander ist schon etwas älter, aber immer noch sehr sehenswert. Lilo & Stitch“ wurde 2002 herausgebracht, die Fortsetzung „Lilo & Stitch 2 - Stitch völlig abgedreht“ drei Jahre später. Bedingt durch das Erscheinungsjahr sind die Proportionen der Figuren eher unpassend gezeichnet, was aber immer mehr in den Hintergrund tritt, da der Film umso mehr durch seinen Inhalt überzeugt.

 

Lilo lebt mit ihrer großen Schwester Nani auf Hawaii im Haus der Eltern, welche bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Nani, Lilos Vormund, hat immer wieder mit Erziehungsproblemen zu kämpfen, wegen derer sie sich dann auch noch vor einem Jugendamtsmitarbeiter rechtfertigen muss.

 

Eines Tages wird Experiment 626, ein von einem außerirdischen Wissenschaftler geschaffenes Wesen, welches böse und nahezu unzerstörbar sein soll, wegen seiner Gefährlichkeit verbannt und ins Exil gebracht. Unterwegs im Raumschiff kann es sich jedoch befreien und landet schließlich mitten auf Hawaii.

 

Nani möchte Lilo, die kaum Freunde hat, etwas Gutes tun und geht mit ihr ins Tierheim, wo sie sich einen Hund aussuchen soll. Die Entscheidung fällt auf Experiment 626, der eigentlich gar nicht zum Verkauf steht, da er völlig außer Rand und Band ist. Lilo tauft ihn Stitch und fängt an, ihn zu erziehen. Da Stitch sich aber noch immer nicht unter Kontrolle hat, verliert Nani unglücklicherweise ihren Job als Kellnerin. Der Jugendamtsmitarbeiter setzt ihr eine Deadline, bis zu welcher sie eine neue Arbeit gefunden haben muss, sonst müsse er Lilo mitnehmen.

 

In der Zwischenzeit sind der Wissenschaftler, welcher Stitch erschaffen hat, und ein anderer Außerirdischer, der sich am besten mit dem Planeten Erde auskennt, beauftragt worden, Experiment 626 wieder einzufangen. Alle Versuche scheitern und am Ende reist die Präsidentin des Rates der Außerirdischen höchstpersönlich nach Hawaii. Gerade will sich Stitch, der inzwischen sehr lieb geworden ist und nur noch selten etwas zerstört, verabschieden, als Lilo eine Idee kommt. Sie zückt den Kaufvertrag aus dem Tierheim und hält ihn der Präsidentin vor die Nase. Da die Außerirdischen das Gesetz sehr achten und es Diebstahl wäre, wenn sie Stitch nun einfach mitnehmen würden, darf er doch bei Lilo bleiben.

 

Zum Abschluss sagt Stitch rührend: Das ist meine Familie. Ich habe sie ganz alleine gefunden. Sie ist klein und ein bisschen kaputt, aber auch gut, sehr gut.

 

Und wie es weitergeht, erfahren Sie im zweiten Teil von Lilo & Stitch.

 

Maren Walkenhorst

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Medientipp August 2018

Linn Ullmann: Die Unruhigen
Roman

Pünktlich zum 100sten Geburtstag ihres Vaters, des schwedischen Erfolgsregisseurs Ingmar Bergman, erscheint in Deutschland der Roman „ Die Unruhigen“ von Linn Ullmann auf dem Buchmarkt.

Die bekannte norwegische Schriftstellerin, Jahrgang 1966, jüngstes von insgesamt neun Kindern Bergmans, wurde hierzulande bereits mit ihren früheren Werken, u.a. „Die Lügnerin“, „Ein gesegnetes Kind“ oder „Das Verschwiegene“ berühmt.

In ihrem neuesten Werk erzählt Ullmann eine Liebes- und eine Familiengeschichte. Auch wenn die Namen nicht genannt werden, handelt es sich um die Liebesgeschichte ihrer Eltern. Die Eltern, das sind die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann und der Filmemacher Ingmar Bergman.

Beide begegnen sich Mitte der sechziger Jahre bei den Dreharbeiten zu Bergmans Film „ Persona“ auf der Insel Farö. Sie werden ein Paar, 1966 wird Tochter Linn geboren. Nur wenige Jahre leben Eltern und Kind im gemeinsamen Zuhause auf der rauen Insel in der Ostsee, bevor es zum Bruch kommt und die Tochter mit der Mutter in deren norwegische Heimat nach Oslo zurückkehrt. Jedes Jahr im Sommer aber fährt das Mädchen auf die Insel zurück und verbringt die Ferien beim Vater.

So spielt die Ostseeinsel auch eine wichtige Rolle in diesem biografischen Roman. Hier besucht die Autorin den alternden Vater. Man arbeitet an einem gemeinsamen Projekt: ein Buch über das Leben und das Altwerden soll anhand von Interviews, die die Tochter mit dem Vater führt und auf Cassetten aufzeichnet, entstehen.

„Altwerden ist harte Arbeit“, so Bergman, „mit sehr langen Arbeitszeiten“.

Doch lange vor Beendigung des gemeinsamen Projektes wird der Vater schwächer, Erinnerungen verschwimmen, das Vergessen schreitet voran und das gemeinsame Vorhaben gerät ins Stocken. Als Ingmar Bergman im Sommer 2007 stirbt, sind lediglich 6 Interviews, insgesamt 12 Stunden Vater-Tochter-Gespräche aufgezeichnet. Material, das die Tochter zunächst zur Seite legt, um sich anderen Buchprojekten zu widmen. Erst Jahre später ist es Linn Ullmann emotional möglich, sich den Aufzeichnungen wieder zu widmen und sie als eine Art Gerüst für das zu schreibende Buch über die Familiengeschichte anzunehmen.

Eigene Kindheits- und Jugenderinnerungen, das gemeinsame Leben mit der erfolgreichen Schauspieler- Mutter, Umzüge von Norwegen in die USA und zurück nach Oslo fließen in den Roman ein. Einfühlsam die Erzählungen von den letzten Treffen mit dem sterbenden Vater, den Einbußen und den Zumutungen, die das Alter mit sich bringt.

Im gesamten Buch vermeidet die Autorin die Namen der Eltern zu nennen, spricht lediglich vom „Vater“ und der „Mutter“, sich selbst häufig als „Mädchen“ bezeichnend. Wieviel Raum die Fiktion in diesem Projekt einnimmt, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Die Mutter, Liv Ullmann, sagte über das Buch in einem Interview, es sei ein Meisterwerk und „manches ist erdichtet, manches ist gelogen, vieles ist wahr“.

Ein Lesehochgenuss ist es in jedem Fall!

Karin Rombusch

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Medientipp Juni 2018

Fack ju Göhte 3
DVD. FSK: ab 12

Im dritten, und somit letzten Teil der erfolgreichen „Fack ju Göhte“-Reihe lassen es Zeki Müller und seine „Gruppe Arschlöcher“ noch einmal so richtig krachen!

Wie immer herrscht an der Goethe-Gesamtschule ordentlich Stress: Zeki Müller (Elyas M’Barek) will seine schwierig Schüler zum Abitur peitschen. Doch die Chaosklasse, allen voran Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) und Burak (Aram Arami), zeigt sich wenig kooperativ. Denn im Berufsinformationszentrum (BIZ) wurden ihnen ihre Zukunftsaussichten ordentlich vermiest.
Das Frustrationslevel der Schüler steigt ins unermessliche, sodass Chaos und Eskalation natürlich vorprogrammiert sind.

Zum Ärger der Direktorin Gudrun Gerster (Katja Riemann) hat sich auch noch Herr Eckhart Badebrecht von der Schulinspektion angemeldet, der die unbändigen Schüler vor Ort erlebt und mit einer Schließung der Schule droht.

Wird es Herrn Müller gelingen seine Schüler zu Motivieren und die Schließung der Schule zu verhindern?

Auch der letzte Teil der Fack ju Göhte-Reihe ist einfach nur gelungen. Es gibt, wie auch in den ersten beiden Filmen, viele Momente, in denen man sich selbst wieder in die Schule zurück versetzt fühlt und sich in die Lage der Schüler einfühlen kann. Auch ernste Themen wie z.B. Mobbing und Suizid wurden in dem Film angesprochen und regen zum Nachdenken an. Das Hauptaugenmerk liegt aber nach wie vor auf den lustigen und chaotischen Szenen. Alles in Allem ist es ein großer Spaß für Jung und Alt!

Trailer

Sarah Möhlmann
 

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Medientipp April 2018

Steve Noon: Wie war es früher?
Kinder erzählen Weltgeschichte

Kindersachbuch (ab ca. 8 Jahren)

Es gibt viele Kindersachbücher zum Thema Geschichte und Entwicklung der menschlichen Kultur, aber nur selten stehen Kinder im Mittelpunkt der Erzählungen.

Dieses außergewöhnliche Geschichtsbuch betrachtet den historischen Alltag und die Weltgeschichte aus Sicht von Häuptlingstöchtern, Wikingersöhnen oder dem jüngsten ägyptischen Kindkönig aller Zeiten. Man erfährt wie z. B. Kinder auf Auswanderer- oder Piratenschiffen lebten (ja, auch dort gab es Kinder…).

Wie ging es Kindern zu Zeiten der Industrialisierung, wie sah das Leben für die Kinder aus, die in Fabriken arbeiten mussten? Gab es neben der Arbeit auch Zeit zum Spielen oder Lernen? Wir erfahren von ihrem Alltag, der Schule, Essgewohnheiten, Vergnügungen und vielem mehr.

Und wie erging es eigentlich berühmten Kindern dieser Zeiten?

Rund 30 Kinder erzählen Geschichten aus ihrem Leben und laden dazu ein, in dem Buch herumzublättern, zu staunen und auf eine Zeitreise zu gehen.

Steve Noon, der Illustrator dieses Buches hat schon viele Sachbücher für Kinder und Jugendliche gestaltet und auch hier begeistern seine Bilder und sorgen dafür, dass man mit großem Vergnügen viel Neues erfährt

Helene Enns

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Medientipp Februar 2018

Certain Women (DVD)

Regie: Kelly Reichardt
Sony, 2017

Darst.: Laura Dern, Michelle Williams, Kristen Stewart, Lily Gladstone, Jared Harris, etc.

Basierend auf Kurzgeschichten der amerikanischen Autorin Maile Meloy porträtiert Kelly Reichardt in ihrem Episodenfilm vier Frauen im winterlichen Montana. Eine Warnung vorweg: dieser Film ist leise, sehr langsam, es passiert fast nichts und doch sind da „die unauffälligen, herzzertrümmernden Kernschmelzen, wie sie im Leben eben manchmal vorkommen. Wenn jemand liebt. Arbeitet. Pech hat. Reitet. Ein Haus baut. Klagt. Oder einfach nur „Okay“ sagt.“ (Cosima Lutz, welt.de)

Da ist die Anwältin (Laura, gespielt von Laura Dern), die stoisch und leicht genervt, einen Mann vertritt, der sich durch seinen betrügerischen Arbeitgeber um Schadenersatzansprüche gebracht sieht und schließlich eine Geisel nimmt. Sie ist die Geliebte des Mannes der Heldin der zweiten Episode (Gina, gespielt von Michelle Williams), was keine weitere Rolle spielen wird, außer dass es den prekären Zustand von Ginas Ehe, die auf Gedeih und Verderb ein „authentisches“ Haus bauen möchte, noch unterstreicht.

Die dritte Episode erzählt von Kristen Stewarts Figur einer gehetzten Jung-Anwältin, die zweimal in der Woche vier Stunden für einen Abendkurs in die Kleinstadt fährt. Dort begegnet ihr eine junge schüchterne Farmarbeiterin, die zufällig in diesem Kurs gelandet ist, um der Einsamkeit auf der Ranch zu entfliehen. Diese verliebt sich, letztlich unerwidert, in die Anwältin und wie Lily Gladstone mit wenig Dialog diese herzzerreißende Sehnsucht spielt, ist ganz großes Kino!

Trailer

 

Die Regisseurin:

Kelly Reichardt (*1964 in Miami, Florida) veröffentlichte ihren ersten Spielfilm “River of Grass“ 1994 und konzentrierte sich dann mehr als ein Jahrzehnt auf die Verwirklichung von Kurzfilmen, bis sie 2006 wieder in Spielfilmlänge „Old Joy“ drehte. „Certain Women“ ist ihr sechster Spielfilm, der seine Premiere 2016 auf dem Sundance Film Festival feierte. Auf dem London Film Festival 2016 gewann „Certain Women“ den Preis für den besten Film.

Simone Ostendorf

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